Wenn Dein Kind geht, bevor das Leben beginnt
Du bist hier gelandet, weil etwas passiert ist, das nicht passieren sollte. Vielleicht habt Ihr gerade eine Diagnose bekommen. Vielleicht ist Dein Kind schon gestorben. Vielleicht liegt es Jahre zurück und lässt Dich bis heute nicht los.
Ich begleite Frauen und Familien bei stiller Geburt und Fehlgeburt – in Winterthur und Umgebung. Nicht mit Ratschlägen und nicht mit einem Plan, wie Trauer zu gehen hat. Sondern indem ich bleibe.
Melde Dich – unverbindlich
Ich kenne diesen Weg
Immer wieder bin ich fasziniert von den Fähigkeiten des menschlichen Körpers, Babies geschützt heranwachsen zu lassen und später bereit zum Leben gebären zu können.
Nicht immer verläuft eine Schwangerschaft oder eine Geburt so wie erhofft. Ein Baby kommt krank oder mit einer Behinderung auf die Welt – oder es stirbt bereits im Bauch.
Nach drei eigenen Fehlgeburten habe auch ich erfahren, wie verletzlich unser Körper und das heranwachsende Wunder sein können.
Ich schreibe das nicht, um mich mit Dir zu vergleichen – Dein Verlust ist Deiner, und niemand kennt ihn so wie Du. Ich schreibe es, damit Du weisst: Bei mir musst Du nicht erklären, warum Du trauerst. Und Du musst mich nicht schonen.
Fachlich stehe ich als ausgebildete Doula und diplomierte Physiotherapeutin FH neben Dir. 2021 habe ich zusätzlich die Weiterbildung «Professionelle Begleitung nach Fehlgeburt» bei der Fachstelle Kindsverlust abgeschlossen.
Wann ich Dich begleite
Es gibt keine Untergrenze für einen Verlust. Wenn es sich für Dich schwer anfühlt, ist es schwer – unabhängig davon, in welcher Woche es geschehen ist oder wie Dein Umfeld darauf reagiert.
Stille Geburt
Dein Kind ist im Bauch gestorben und Du musst es trotzdem zur Welt bringen. Ich bin während der ganzen Geburt bei Dir – und danach, solange Du mich brauchst.
Fehlgeburt
Auch eine frühe Fehlgeburt ist ein Abschied von einem Kind und von einer Zukunft, die Ihr Euch schon ausgemalt habt. Dass andere sie nicht sehen, macht sie nicht kleiner.
Nach einer schweren Diagnose
Ihr wisst, dass Euer Kind krank ist, eine Behinderung hat oder nicht lange leben wird. Ich begleite Euch durch diese Zeit des Wissens und durch die Geburt, die vor Euch liegt.
Wenn es länger zurückliegt
Manche Trauer kommt erst Jahre später an – bei einer neuen Schwangerschaft, an einem Geburtstag, ohne ersichtlichen Anlass. Auch dann kannst Du Dich melden.
Ich bleibe da – auch wenn niemand mehr weiss, was zu sagen ist
Im Spital ist das Fachteam für Deine Gesundheit zuständig, und es wechselt mit den Schichten. Ich übernehme keine medizinischen Aufgaben – keine Untersuchungen, keine Diagnosen, keine Geburtshilfe im medizinischen Sinn. Dafür bleibe ich durchgehend.
- Ich bin körperlich da. Während der ganzen Geburt, ohne Schichtwechsel und ohne auf die Uhr zu schauen.
- Ich halte den Raum. Auch wenn nichts gesagt wird. Gerade dann.
- Ich übersetze, wenn es nötig ist. Wenn Fachbegriffe fallen oder Entscheidungen anstehen, sorge ich dafür, dass Ihr versteht, worum es geht, und Zeit bekommt.
- Ich erinnere an das, woran in diesem Moment niemand denkt. An Fotos, an Hand- und Fussabdrücke, an eine Locke, an Zeit mit Deinem Kind. Vieles davon lässt sich später nicht nachholen.
- Ich entlaste Deinen Partner. Damit er trauern darf, statt gleichzeitig stark sein zu müssen.
- Ich bin danach noch da. Im Nachgespräch, wenn die Besuche aufhören und es still wird.
Was davon Ihr wollt, bestimmt Ihr. Ich schlage nichts vor, was Ihr nicht hören wollt, und ich dränge zu nichts.
Erinnerungen, die bleiben dürfen
Viele Eltern erzählen mir später, dass sie in den ersten Stunden wie betäubt waren – und dass sie froh sind, dass jemand ruhig danebensass und sie auf Dinge hingewiesen hat, an die sie selbst nicht denken konnten.
Du darfst Dein Kind sehen. Du darfst es halten, anziehen, baden, ihm einen Namen geben. Du darfst Fotos machen lassen. Du darfst Dir Tage Zeit nehmen. Und Du darfst all das auch nicht wollen – das ist ebenso richtig.
Was ich Dir zusichere: Ich sage Dir vorher, was Dich erwartet, damit Du nicht unvorbereitet in einen Moment gehst. Und Du darfst jede Entscheidung wieder ändern.
Rund um einen Abschied sind ausserdem organisatorische und rechtliche Fragen zu klären – Beurkundung, Bestattung, Ansprüche gegenüber Arbeitgeber und Versicherung. Ich bin dafür nicht die Fachperson, aber ich weiss, wer es ist: Die Fachstelle Kindsverlust berät Dich dazu kompetent und kostenlos. Ich helfe Dir gerne, die richtigen Fragen zu stellen.
Leitfaden bei einer frühen Fehlgeburt
Bei einer Fehlgeburt in der ersten Schwangerschaftshälfte stehen Entscheidungen an, die kaum jemand vorbereitet trifft – oft innert Stunden und mitten im Schock. Dafür habe ich einen schriftlichen Leitfaden verfasst: «Leitfaden für Mütter – Entscheidungshilfen bei einer Fehlgeburt in der ersten Hälfte der Schwangerschaft».
Du kannst ihn kostenlos und ohne Anmeldung herunterladen – auch dann, wenn Du mich sonst nicht kontaktieren möchtest.
Leitfaden herunterladen (PDF)Was die Begleitung umfasst
Geburtsbegleitung stille Geburt
CHF 500
- Individuelle Begleitung während der ganzen Geburt
- 1–2 Nachgespräche oder Unterstützung im kleinen Wochenbett während maximal 4 Stunden
- Inklusive Spesen und Fahrpauschale bis 30 km ab Winterthur
Rückbildung nach Verlust
Kurs in Winterthur
Ein geschützter Kurs für Sternenmamis: andere betroffene Mütter kennenlernen, sich austauschen und gemeinsam Beckenboden, Bauch und Rücken trainieren. Wir helfen Dir, das Vertrauen in Deinen Körper zurückzugewinnen.
5 Einheiten à 2 Stunden, jeweils Mittwoch oder Donnerstag, 19.00 bis 21.00 Uhr.
Zur AnmeldungWenn diese Beträge Deine Möglichkeiten übersteigen, melde Dich bitte trotzdem bei mir. Niemand soll aus finanziellen Gründen allein durch eine solche Zeit gehen – wir finden eine Lösung.
Was Du vielleicht wissen möchtest
Ist es zu spät, wenn ich mich erst jetzt melde?
Nein. Manche Familien melden sich, sobald die Diagnose feststeht, andere erst Wochen oder Monate nach dem Abschied. Beides ist richtig. Trauer hält sich nicht an Fristen, und Nachgespräche sind auch dann noch wertvoll, wenn die Geburt lange zurückliegt.
Muss ich schon wissen, was ich will?
Nein. Die wenigsten wissen das. Du musst mir gegenüber nichts entscheiden und nichts planen. Wir schauen gemeinsam, was als Nächstes ansteht, und Du entscheidest in Deinem Tempo. Auch «ich weiss es nicht» ist eine vollständige Antwort.
Begleitest Du auch, wenn mein Baby sehr früh gestorben ist?
Ja. Eine frühe Fehlgeburt ist ein echter Verlust, auch wenn das Umfeld sie oft nicht als solchen erkennt. Für die erste Schwangerschaftshälfte habe ich zusätzlich einen schriftlichen Leitfaden mit Entscheidungshilfen verfasst, den Du kostenlos herunterladen kannst.
Was ist der Unterschied zwischen Dir und der Hebamme oder dem Spitalteam?
Das medizinische Team ist für Deine Gesundheit zuständig und wechselt mit den Schichten. Ich übernehme keine medizinischen Aufgaben und bleibe dafür durchgehend bei Dir – von Anfang bis Ende, ohne Schichtwechsel. Ich ergänze das Fachteam, ich ersetze es nicht.
Kann mein Partner oder meine Partnerin dabei sein?
Unbedingt. Ich begleite Euch als Familie. Gerade bei einem Abschied trauern zwei Menschen sehr unterschiedlich und oft zeitversetzt. Ich entlaste Deinen Partner, damit er nicht gleichzeitig stark sein und selbst trauern muss – und damit Ihr einander nicht verliert.
Darf ich mein Kind sehen und halten?
Ja, und Du darfst Dir dafür Zeit lassen. Viele Eltern fürchten sich vor diesem Moment und erleben ihn später als kostbar. Genauso in Ordnung ist es, wenn Du es nicht möchtest. Ich sage Dir vorher, was Dich erwartet, und Du entscheidest – auch noch um, so oft Du willst.
Was kostet die Begleitung bei einer stillen Geburt?
Die Geburtsbegleitung bei stiller Geburt kostet CHF 500. Darin enthalten sind die individuelle Begleitung während der ganzen Geburt, ein bis zwei Nachgespräche oder Unterstützung im kleinen Wochenbett während maximal vier Stunden sowie Spesen und Fahrt bis 30 km ab Winterthur. Wenn dieser Betrag Deine Möglichkeiten übersteigt, melde Dich bitte trotzdem – wir finden eine Lösung.
Du musst nicht bei mir bleiben
Ich bin nicht für alles die richtige Person, und manchmal braucht es etwas anderes als eine Doula. Diese Stellen begleiten Betroffene in der Schweiz und sind gut:
Melde Dich, wenn Du so weit bist
Du musst nichts vorbereiten und nichts erklären. Ein Satz genügt. Das Kennenlerngespräch ist kostenlos und unverbindlich – auch wenn Du danach entscheidest, dass es doch nicht passt.